NETZGENOSSE | Endzeit, Grunge und CyberpunkCyberpunk & Postapokalyptiker

NETZGENOSSE On April - 24 - 2012

Ja genau, richtig gelesen. Beim Lidl gibt es immer wieder Aktionen mit Kaffee aus aller Herren Länder. Auf Grund einer langen und intensiven Koffein-Abhängigkeit kam auch NETZGENOSSE in den Besitz einer solchen Kaffeesorte. Natürlich erregte auch die doch eher aufwändige Verpackung seine Aufmerksamkeit, eine kleines Holzfässchen war hier die intelligente Wahl der zuständigen Werber. Dieses Konzept ist also aufgegangen und es bleibt zu vermuten, wieviele Konsumenten ob des hübschen Anblickes diesen Kaffee kauften.


Natürlich entstand die Frage, was tun mit dem Fässchen nach Verzehr der Füllung. Sollte es wohl ein Schreibmittel-Fässchen werden oder gar ein Bepflanzungselement, sprich Blumentopf? Es solle schon eine sinnträchtige Aufgabe erfüllen und dabei möglichst antik und dennoch rustikal anmuten. Und da war es, das Licht, das einem hin und wieder aufgeht, das Licht am Ende des Tunnels, der leuchtende Stern am Firmament! Eine Lampe soll es werden, nicht irgendeine, nein, eine Steh- oder Leselampe! Natürlich war NETZGENOSSE mit der bereits im Vorfeld geleisteten Umsetzung nicht komplett zufrieden, der Schliff war grob, das Holz gegen massive Wassereinbrüche unbehandelt und somit auch viel zu unbenutzt ergo jungfräulich. Ein Rohdiamant also, dessen faszinierende, natürliche Schönheit erst zum Leben erweckt werden wollte, gleichsam dem Phoenix aus der Asche, von der hölzernen Kaffeedose zum naturgegebenen Luminiszenzbehältnis.

Also griff NETZGENOSSE kurzerhand zur Leinölfirnis und ließ das Fäschen etwa zehn mal ein, so exzessiv, das es wohl tausend Jahr gleich einer Arche über die Ozeane dieser oder einer anderen Welt, vielleicht auch im Fluß Styx, dümpeln könnte. Wäre die Wahl auf Schellack gefallen, wäre das Ergebniss optisch vielleicht ansprechender, jedoch wäre es niemals befähigt ein Beibötchen der Arche zu sein, da sich Schellack im Wasser recht destruktiv verhält.

Spaß beiseite, wer braucht schon eine schwimmende Lampe. Leinölfirnis kam nur zum Zwecke der Optik zum Einsatz und läßt sich, wenn ausgehärtet, gut polieren. Dazu sind allerdings mehrere Arbeitsschritte von Nöten, da sich bei jedem Einlassen erneut Holzfasern aufrichten, welche wiederum mittels Stahlwolle beseitigt werden müssen. Danach erfolgt erneutes Einlassen. Leider beträgt die Dauer des Aushärtens ca. eine Woche. Das Endergebis wird den Unterschied jedoch deutlich machen und die langen Wartezeiten adäquat entlohnen. Um nun aber besagtes Endergebnis herbeiführen zu können, musste erstmal ein göttlicher Plan aufs Parkett respektive Pergament, welcher durch die unliebsam langen Einlaßintervalle ermöglicht wurde und wie folgt geartet ist:

Das ist er also, der akribisch, bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Schlüssel der Schöpfung, Grundlage der Genesis.

Man darf gespannt sein, denn die Forsetzung folgt.

Categories: Upcycling

2 Kommentare

  1. Thompsen sagt:

    Schöne Idee. Die Lampen machen sich bestimmt gut in der Kaffee-Gastronomie…

  2. Octavian Popescu sagt:

    Hi ,

    verdammt geniale Idee, Ergebnis / Umsetzung…es müsste mehr solch kreativer Leute geben die soviel Ideen – und Fantasiegulasch intus haben um derart quer zu denken, weiter zu denken :-)

    “die Mainstream-Masse” kauft dann doch eher bei Ikea ein und zeigt sich fantasie-impotent, umso schöner solch Seiten wie deine zu finden :-)

    ich bin leider nicht so handwerklich geschickt aber ich habe eine ähnliche Denke wie du und such immer wieder neue coole Leute zwecks inspirativen Austauschs, oder ticker mal durch bei facebook

    https://www.facebook.com/octavian.popescu.9

    in diesem Sinne …mehr upcycling statt Recycling :-)

    lg Octavian (Essen)

    ps:
    die “Armee des Stahls” sagt dir was im Bereich Endzeit, Post-Apo und co?

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